Osmosefilter Anlagen im Test – Sonvita Pura und Osmotech Ultimate Plus

Nachdem im Internet immer wieder die unterschiedlichsten Meinungen über Osmosefilter-Anlagen kursieren, haben wir 2 Modelle einem ausführlichen Test unterzogen, und möchten hier im Detail auf die Vor- und Nachteile eingehen.

Um welche Anlagen handelt es sich ?

In unserem Test standen uns folgende 2 Filteranlagen zur Verfügung:

Sonvita PURA (als Untertisch-Version)

Sonvita Pura Osmosefilter Untertisch

  • Fließgeschwindigkeit 1,6 Liter pro Minute
  • 3 Filterstufen
  • mit Druckerhöhungspumpe
  • mit Vorratstank
Osmotech Ultimate Plus (Die Einsteiger-Variante)

ultimate-plus-wasserfilter_osmosefilter

  • Fließgeschwindigkeit ca. 1 Liter pro Minute
  • 5 Filterstufen
  • mit Druckerhöhungspumpe
  • ohne Vorratstank

Das Video der Hersteller, welche die Produkte kurz vorstellen:

Generell für Trinkwasser geeignet ?

Sonvita Kartusche WasserveredlungDie große Frage, die immer wieder gestellt wurde ist, ob Osmosefilter als Trinkwasserfilter geeignet sind. Dazu finden Sie auf unserer Osmosefilter-Seite einige zusätzliche Informationen über Osmosewasser. Das Hauptargument, welches in der Vergangenheit oft gegen die Verwendung dieser Filter als Trinkwasserfilter sprach, ist die Tatsache, dass neben allen Schadstoffen auch Mineralien aus dem Wasser gefiltert werden. Der Hersteller der hier getesteten Anlagen bietet genau für dieses Thema aber Kartuschen zur Wasserveredelung an. Damit lässt sich das Wasser nicht nur mit den gewünschten Mineralien anreichern, sondern auch beispielsweise Bioenergetisch in seiner Molekülstruktur verändern.

Die Installation der Filteranlagen

Anschluss Osmosefilter Wasserhahn
Alle nötigen Teile werden mitgeliefert…

Die Installation erfolgt alles in allem wirklich sehr einfach. Es ist hier einerseits möglich, entweder das System als Auftisch-Variante zu kaufen, oder aber das ganze vollkommen unsichtbar unter der Spüle oder in einem Waschbeckenunterschrank zu montieren. Da die Filter sowohl an die Wasserleitung als auch an den Abfluss angeschlossen werden, benötigt man ein Eckventil und eine Abflussleitung in der Nähe.

Das meiste, was für die Installation benötigt wird, liegt dem Karton bei. Zusätzlich brauchen Sie nur noch ein paar Schraubenschlüssel um das Zwischenstück am Eckventil anzuschrauben, und Dichtband/Teflonband. (hier erhältlich)

Zum Anschluss der Zuleitung muss nicht einmal die Hauptwasserleitung abgestellt werden. Es wird lediglich der Anschluss des Wasserhahns am Eckventil herausgedreht, und dann das Adapter-stück ins Eckventil eingeschraubt. An dieses wird dann der Wasserhahn wieder angeschlossen, und seitlich der mitgelieferte Absperrhahn für die Zuleitung zum Wasserfilter.

Für die Abflussleitung ist es nötig, in das Abflussrohr (z.B. der Spüle) ein Loch zu bohren. Dann wird eine Schelle um das Abflussrohr gelegt, die das ganze abdichtet, und an diese direkt die Abflussleitung angeschlossen.

Alles in allem kein Hexenwerk, und mit ein wenig handwerklichem Geschick innerhalb einer Stunde erledigt. Wenn man es nicht selbst erledigen möchte, bietet zum Beispiel die Firma RDL einen Aufbauservice an.

Wasserhahn für OsmoseanlageDer Anschluss der Ausgabeleitung erfolgt am besten an einen separaten Wasserhahn. Diesen kann man ganz simpel an der Spüle oder einem Waschbecken zusätzlich zum normalen Wasserhahn installieren. Das hat den Vorteil, dass man hier wirklich nur das gefilterte Trinkwasser oder auch das Wasser für die Babynahrung aus dem separaten Wasserhahn entnimmt, und der normale Wasserhahn unabhängig davon nutzbar bleibt.

Der Wasserhahn für Osmoseanlagen (rechts im Bild) bietet sogar eine LED-Anzeige, an der Sie ablesen können, wann ein Filterwechsel nötig ist.

Achtung - separater Wasserhahn
Wenn Sie sich für ein unsichtbares Untertisch-System entscheiden, benötigen Sie in der einfachsten Variante einen separaten Wasserhahn, welcher mit einem Extra-Loch in der Arbeitsplatte verbunden ist. Es sind aber auch sog. 3-Wege-Modelle erhältlich. Diese ersetzen den regulären Wasserhahn an Ihrer Spüle, und ermöglichen die Entnahme von gefiltertem Wasser aus dem gleichen Einhebelmischer. (Siehe Bild)

Filterwechsel

Der Filterwechsel ist bei diesem System mit einem Intervall von 6 Monaten angegeben, die Membrane sollte laut Hersteller alle 24 Monate gewechselt werden. Die Membrane liegt zum Zeitpunkt unseres Tests bei einem Preis von rund 80 EUR, die Filterkartuschen im Set kosten ca. 50 EUR. Das ergibt einen Preis von umgerechnet rund 38 cent pro Tag, bzw. ca. 11,50 EUR im Monat. Alleine schon das wegfallen des Kisten schleppen dürfte diese Kosten aufwiegen.

Was den Filterwechsel selbst angeht, so ist dieser Kinderleicht. Der Filter wird einfach ein wenig gedreht, herausgenommen, und der neue Filter auf die gleiche Weise eingesetzt. Das Video des Herstellers zeigt auch dies sehr detailliert. Das abstellen der Wasserzufuhr oder gar ein ablassen des Systems ist für den Filterwechseln nicht nötig.

Kostenvergleich

Bezüglich der Gesamtkosten finden Sie auf unserer Seite Osmose Wasserfilter eine genaue Gegenüberstellung zu den Kosten von Osmosewasser im Vergleich zu Mineralwasser aus Flaschen.

Was wird gefiltert und wie schnell ?

Laut Hersteller der Anlage werden folgende Stoffe gefiltert:

  • Kalk
  • Chlor
  • Pestizide
  • Medikamentenrückstände
  • weitere Schadstoffe

Mittels eines Schnelltests, den man für den eigenen Haushalt kaufen kann, lassen sich vor allem die Wasserhärte (Kalkgehalt) und Schadstoffe wie Chlor, Nitrate, und verschiedene Schwermetalle messen. Einer der umfangreichsten Trinkwasser Tests für den Haushalt ist hier zu finden:

Trinkwasser Wassertest (10 versch. Tests in 1) mit deutsch/englisch bedienungsanleitung
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  • Dieser kompakte Wassertest misst die 10 häufigsten Verunreinigungen von Frischwasser: Bakterien, Blei, Chlor, pH, Härte (GH), Nitrite & Nitrate, Pestizide, Eisen und Kupfer
  • Testen Sie Ihr Wasser auf potentiell schädliche Bakterien, Nitrate & Nitrite, sowie Blei, bestimmen Sie Ihre Wasserhärte (GH), den pH Wert und Chlorgehalt
  • Schadstoffe können auch durch beschädigte Leitungen oder verunreinigte Haustechnik ins Wasser gelangen
  • Testet erfolgreich Frischwasser, z. Bsp. aus Quellen, Brunnen, Bächen, Leitungswasser, Tankwasser, Regensammler usw
  • Einfach zu handhaben und liefert genaue Ergebnisse innerhalb 15-30 Minuten (nur der Bakterientest hat eine Inkubationszeit von bis zu 48 Stunden)

Die Fließgeschwindigkeit beträgt beim Sonvita Pura ca. 1600 ml Wasser in der Minute. Durch den vorhandenen Wassertank im Gerät hat man hier ohne Wartezeit in unter 10 Sekunden ein frisches Glas Wasser von 300 ml. (siehe Video). Das Geräusch der Pumpe ist bei geschlossenem Gehäuse und einbau unter der Küche nur noch als leises „Surren“ wahrnehmbar.

Integrierter Tank hat Vor- und Nachteile!
Ein intergrierter Wassertank kann bei einer Osmoseanlage Vor- und Nachteile haben. Zwar erhält man das Wasser ein wenig schneller, dafür muss man jedoch das geschlossene System unterbrechen. Eine geringe Verunreinigung durch Luft ist zwar unwahrscheinlich, wäre aber zumindest denkbar. Außerdem Ist Wasser, welches sich im Tank befindet, der Umgebungstemperatur ausgesetzt. Wer frisches, kühles Trinkwasser bevorzugt, sollte also lieber auf ein Direct-Flow-System zurückgreifen.

Kurz nachdem Wasser entnommen wurde, schaltet die Anlage ein, und füllt den Wassertank wieder auf. Wir haben 2 mal nachgemessen, und für das Auffüllen von 300 ml entstehen ziemlich genau 750 ml Abwasser. (2. Teil des Videos) Das entspricht einem Verhältnis von ca. 1:2,5. Soll heißen, für einen Liter reinstes Osmosewasser entstehen ca. 2,5 Liter Abwasser. Das ist verglichen mit anderen Anlagen ein sehr guter Wert, da viele Anlagen sogar bis zu 4 Liter Abwasser für einen Liter reines Wasser produzieren.

Unterschiede und Gemeinsamkeiten der Anlagen Sonvita PURA und Osmotech Ultimate Plus

Im Prinzip kann man die Unterschiede auf folgende Details festlegen:

  • Sonvita PURA kommt in einem netteren Gehäuse daher, und ist auch in einer Auftisch-Variante erhältlich
  • Der Preis der Sonvita Pura is ca. doppelt so hoch wie der Preis der Osmotech Ultimate Plus
  • Dafür ist bei der Sonvita PURA ein Vorratstank im System integriert.
  • Die Sonvita Pura kommt mit einer Digitalen Anzeige daher, was vor allem bei der Auftisch-Variante auch optisch sehr gut aussieht.
  • 3 Filterstufen bei der Sonviat-PURA, 5 Filterstufen bei der Osmotech-Anlage
  • Die Fließgeschwindigkeit der Sonvita PURA ist ca. 1,5-mal so hoch wie bei der Osmotech-Ultimate

Die Gemeinsamkeiten

Beide Systeme arbeiten nach dem gleichen Wirkungsprinzip, und verfügen über eine Druckerhöhungspumpe, welche die bequeme Entnahme über einen separaten Wasserhahn ermöglicht. Beide Systeme lassen sich unglaublich schnell an jedes normale Eckventil und jeden Waschbecken- oder Spülbecken-Abfluss anschließen. Auch der Wechsel der Filter erfolgt bei beiden Systemen vollkommen problemlos durch einfaches drehen der einzelnen Filterkartuschen. Auch die Lebensdauer von Membrane und Filtern dürfte die gleiche sein.

Fazit

Alles in allem sind dies eine Osmoseanlagen, die den Preis wirklich wert sind. Die Geräte ist leise, schnell und gehören zu derzeit kostengünstigsten am Markt. Die Installation ist gut durchdacht, und auch für einen Laien ohne großen Aufwand problemlos machbar.

Sowohl das Sonvita Pura System, als auch das Osmotech Ultimate Plus sind hervorragend für den Einbau unter der Spüle geeignet, und liefern perfekt gefiltertes Trinkwasser in kürzester Zeit. Möchte man ein Auftisch-System mit direkter Entnahmemöglichkeit am Wasserfilter (z.B. als Osmoseanlage im Büro) dann ist der Sonvita PURA UP Perfekt geeignet. Als Untertisch-System mit Wassertank ist der Sonvita PURA die beste Wahl. Und als Direct-Flow System ohne Wassertank fällt die erste Wahl auf das Gerät Ultimate Plus von Osmotech.

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