Unterschiedliche Filtersysteme im Trinkwasserfilter Test

TrinkwasserfilterFür unterschiedliche Anforderungen gibt es heute verschiedene Filtersysteme. Wir erläutern hier, welches System sich wofür eignet. Vom Trinkwasserfilter der mit Strom filtert, über Tischkannensysteme durch die das Wasser einfach durchläuft… bis hin zur Hauswasserfilter-Anlage für mehrere tausend Euro… Angeboten wird heutzutage so ziemlich alles.
Dazu kommen noch Wasserfilter für den Outdoor-Einsatz, die teilweise bis zu 50.000 Liter Wasser reinigen und filtern können. Das reicht auch für genügend sauberes Trinkwasser während einer Weltreise.

Aber nicht jeder Wasserfilter ist für jeden Zweck geeignet. Einige sind speziell dazu gemacht, Kalk und Schwermetalle aus dem Wasser zu entfernen. Andere (wie z.B. Wasserfilter am Wasserhahn) entfernen überhaupt keinen Kalk. Auch reicht die Durchlässigkeit von sehr groben Filtern bis hin zu einem Millionstel Millimeter.

Im folgenden Video sehen Sie außerdem, weshalb es Sinn macht, unser Leitungswasser zu filtern.

 

Trinkwasserfilter Test – Tischwasserfilter

TischwasserfilterUm sich vor möglicherweise im Trinkwasser vorkommenden Substanzen zu schützen, ist es ausreichend, nur das Wasser zu behandeln, das tatsächlich getrunken wird, d. h. direkt an der Entnahmestelle. Im Haushalt passiert dies durch „Kannensysteme“, bei denen das Trinkwasser zunächst gezapft und dann „Literweise“ aufbereitet wird. Es werden überwiegend Systeme verwendet, die gelöste organische Substanzen aus dem Wasser entfernen. Dazu gehören Aktivkohlefilter, Umkehrosmosemembranen oder eine Kombination aus beiden Verfahren. Auch Ionenaustauscher oder organisches Material (Steine) werden eingesetzt. Tischwasserfilter haben in der Regel ein Fassungsvermögen von bis zu 5 Litern, und werden am Wasserhahn befüllt. Das Wasser läuft dann sehr langsam durch den eingesetzten Filter. Der Vorteil ist, das diese keinen Strom benötigen und auch recht preisgünstig arbeiten. Kalk und Chlor werden bei den meisten Systemen gefiltert. Leider gab es aber auch Modelle, die z.B. Silber an das Trinkwasser abgegeben haben. Deshalb sollte man sehr genau überlegen welches Modell man sich anschafft.

 Wasserhahnfilter

Wasserhahnfilter Der Wasserhahnfilter wird direkt an den Wasserhahn angeschraubt. Das ist eine relativ einfache Lösung, führt aber dazu dass das Leitungswasser sehr schnell und unter Druck durch den Filter läuft. Die meisten dieser Systeme filtern leider sehr wenig oder gar keinen Kalk. Zuverlässig gefiltert werden normalerweise aber Medikamentenrückstände, Legionellen, Schwermetalle Keime und Pestizide. Gerade bei dieser Art Filter sind die Folgekosten nicht zu unterschätzen, auch wenn man per Knopfdruck oder Schalter wählen kann, ob man gefiltertes oder ungefiltertes Wasser haben möchte. Oft funktionieren diese Systeme leider auch nicht mit Niederdruckboilern, weshalb man sich vor dem Kauf über das entsprechende Modell sehr genau informieren sollte.

Hauswasserfilter

HauswasserfilterDiese Art Filter wird direkt in die Hauptwasserleitung des Hauses oder der Wohnung eingebunden. In der Regel erfolgt dies bei Neubau oder Sanierungen, kann aber auch nachträglich durch einen Fachmann mit wenig Aufwand eingebaut werden. Diese Systeme dienen zunächst der Filterung von groben Stoffen. Die Filter sind mit einer Feinheit von rund 100 µm (nach DIN 19632), was jedoch 50 – 100 mal durchlässiger ist, als z.B. ein Tischwasserfilter. Die Meisten dieser Geräte sind zusätzlich mit einem Druckminderer ausgestattet, mit dem man den Wasserdruck regulieren kann, und er ohnehin im Hauswassersystem benötigt wird.

Umkehrosmosefilter

Die Osmosefilter-Technologie dient der Trinkwasseraufbereitung und wurde in den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts von der NASA entwickelt. Damals veröffentlichte die NASA ein Verfahren, das aus Leitungswasser nahezu 100% schadstofffreies Trinkwasser ezeugen konnte.Diese Technologie ist der Funktionsweise der Natur abgeschaut und nun seit über 30 Jahren weltweit im Einsatz. Wird Leitungswasser gegen eine halbdurchlässige Membran gedrückt, so können nur Wassermoleküle die feinen Poren der Membran passieren, während alle anderen im Wasser enthaltenen Stoffe zurückbleiben. Die Umkehrosmosefiltration befreit das Wasser von Bakterien, Viren, Pestiziden, Fungiziden und Herbiziden, ja sogar von radioaktiven Stoffen. Eine Umkehrosmoseanlage produziert neben dem reinen Trinkwasser auch Abwasser, das die  ausgefilterten Substanzen enthält.

 

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*